Kokosnüsse – exotisch und gesund

Kokosnüsse
Kokosnüsse. Bildquelle: Visit Photo / Shutterstock.com

Die Kokosnuss ist ein echter Exot in vielerlei Hinsicht, ist sie doch keine klassische Nuss, sondern eine Steinfrucht. Dennoch lässt ihre extrem harte Schale, die nicht so leicht zu knacken ist, an die Schale von „richtigen“ Nüssen erinnern. Die Kokosnuss und ihre Bestandteile sind seit Jahrzehnten auch hierzulande fester Bestandteil der Ernährung vieler Menschen. Sie findet sich in zahlreichen Gerichten wieder, in exotischen Cocktails, in Kuchen und Desserts. Auch als Getränk spielt die Kokosnuss eine Rolle, denn ihr enthaltenes Wasser kann pur oder gemischt getrunken werden.

Die Kokosnuss wächst auf der Kokospalme. Diese Palmenart ist das Symbol für Urlaub, Strand und die Landschaft einer einsamen Insel schlechthin und lässt viele an den Sommer und das Meer in exotischen Ländern denken. Die Kokospalme wächst im Durchschnitt 20 bis 25 Meter in die Höhe und trägt ihre Früchte in der Baumkrone, direkt unter ihren Palmblättern. Im Jahr trägt eine Palme durchschnittlich 40 Kokosnüsse, an besonders guten und optimalen Standorten können das sogar bis zu 150 Exemplare pro Jahr sein. Die Kokospalme ist vor allem in großen Teilen Asiens verbreitet, aber auch in Teilen von Afrika. Für viele asiatische Länder wie Indien, Indonesien und die Philippinen ist die exotische Nuss vor allem wirtschaftlich von großer Bedeutung. Mit der Ernte und dem Export der Früchte erwirtschaften die Länder einen großen Ertrag.

Auch hierzulande genießen Kokosprodukte einen regelrechten Boom, da die Kokosnuss einen hohen gesundheitlichen Wert aufweist. Viele herkömmliche Lebensmittel wie Mehl, Butter und Bratfett lassen sich durch alternative Produkte der Kokosnuss ersetzen. Die Frucht enthält viele Fettsäuren und ist damit ein erstklassiger Energielieferant. Sie füllt den Mineralstoffhaushalt und regt außerdem die Gehirnleistung an. Mit einem hohen Ballaststoffgehalt beeinflusst sie die Verdauung positivsenkt den Blutzuckerspiegel und sorgt angeblich für ein langes Sättigungsgefühl, so die Forschungsergebnisse (denen allerdings eine wissenschaftliche Bestätigung fehlt).

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Inhaltsstoffe/Nährstoffe

Die Kokosnuss gilt als sehr nahrhafte Frucht und ihre Milch wird in ihren Herkunftsländern sogar als eine vollwertige Alternative zu Muttermilch angesehen. Sie enthält einen großen Anteil an Fett, nämlich circa ein Drittel. Zwar sind die enthaltenen Fette größtenteils gesättigte Fettsäuren, die eigentlich als ungesund gelten. Die Fettsäuren sind jedoch zum großen Teil mittelkettig. Sie sind bekömmlich für den Körper und werden von diesem leicht abgebaut, sodass sie vor allem als schneller Energielieferant zum Einsatz kommen und weniger in Fettdepots eingelagert werden.

Ein weiterer Bestandteil der tropischen Frucht sind Eiweiße sowie circa 9 Prozent Ballaststoffe. Diese tragen zu einer gesunden Verdauung und einem guten Stoffwechsel bei. Hinzu kommen eine Menge von Vitaminen, davon vor allem Vitamin C. Vitamin C ist ein Antioxidant und schützt die Zellen vor freien Radikalen und unterstützt das Immunsystem bei seiner Arbeit.

Die Kokosnuss enthält außerdem viele Mineralien. Besonders Kalium, welches eine wichtige Rolle in der Produktion von Neurotransmittern im Gehirn spielt, ist mit 356 Milligramm pro 100 Gramm Kokosnuss in großer Menge vorhanden. Andere Mineralien sind unter anderem Kalzium, Magnesium und Natrium. Die enthaltene Laurinsäure soll angeblich antiviral und antimikrobiell wirken. Das bedeutet, dass sie einer Infektion mit Viren und Mikroorganismen vorbeugen bzw. diese eindämmen kann.

Nährwerte der Kokosnuss/100 g

Kilokalorien354 kcal

Fettgehalt

33 g
Gesättigte Fettsäuren30 g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren0,4 g
Einfach ungesättigte Fettsäuren1,4 g
Natrium20 g
Kalium356 mg
Kohlenhydrate15 g
Ballaststoffe9 g
Zucker

6 g

Protein3,3 g
Vitamin C3,3 mg
Eisen2,4 mg
Vitamin B60,1 mg
Magnesium32 mg

Verwendung von Kokosnüssen

Kokosnüsse enthalten sowohl das Kokosfleisch, als auch das Kokoswasser. Mit diesen beiden natürlichen Fruchtbestandteilen lassen sich eine Menge an Produkten im Lebensmittel- und auch Kosmetikbereich herstellen.

Kokosmilch

Kokosmilch entsteht durch das Pürieren des frischen Kokosfleisches mit Wasser. Anschließend wird die Masse stark ausgepresst und die daraus entstehende Flüssigkeit ist die fertige Kokosmilch. Sie kann pur getrunken werden oder dient als wohlschmeckende Zutat für eine Menge leckerer Rezepte. Besonders Gerichte der asiatischen und indischen Küche beinhalten oft die Milch der exotischen Kokosnuss. Der Fettanteil der Milch ist sehr hoch und bildet einen wesentlichen Geschmacksträger im Essen und ist gleichzeitig ein guter Energielieferant.

Kokosöl

Kokosöl ist ein echter Alleskönner – sowohl in der Küche als auch im Kosmetikbereich. Hergestellt wird es meistens, indem die frischen Kokosnüsse aufgeschnitten und das Fleisch entfernt wird. Anschließend wird dieses zu Flocken vermahlen, die nach dem Trocknen stark gepresst werden. Das Kokosöl ist hierzulande meist fest, da es erst ab einer Temperatur von 25 Grad Celsius flüssig wird. Es ist eine gesunde Alternative zu Bratfett und lässt sich auch hervorragend als hochwertiger veganer Ersatz für Butter in allen Backrezepten verwenden.

Kokosöl ist nicht nur in der Küche vielseitig einsetzbar. Es hat eine antibakterielle Wirkung und kann, angewendet beim Zähneputzen, Karies vermeiden. Angewendet als Haarkur pflegt es trockene Haare und spendet Feuchtigkeit. Als Hautpflege macht es die Haut geschmeidig, versorgt sie mit Feuchtigkeit und kann Hautrisse reparieren. Viele Menschen verwenden das Öl auch zur Behandlung kleinerer Wunden.

Kokoswasser

Kokoswasser ist eine weißlich trübe Flüssigkeit, schmeckt leicht süß und wird direkt aus der Kokosnuss gewonnen. Es steckt voller Mineralien und Vitamine und zwar ohne, dass ihm weitere Stoffe zugesetzt werden müssen. Das Wasser ist dazu geeignet, es pur als erfrischendes und gesundes Getränk zu genießen, kann aber auch zum Mixen mit anderen Getränken oder in Cocktails Verwendung finden.

Kokosmehl

Ein besonderes Produkt, das aus dem Fleisch der Kokosnuss gewonnen wird, ist das Kokosmehl. Es besteht aus getrocknetem und fein geraspeltem Kokosfleisch und kann als Ersatz für jede Mehlsorte genutzt werden. Besonders Menschen, die auf Weizen verzichten möchten oder eine Glutenunverträglichkeit haben, profitieren von dieser Alternative zu klassischem Mehl.

Andere Kokosprodukte

Kokosnüsse können in verschiedenen anderen Formen genossen werden. Bekannt sind die Kokosflocken, wie sie entweder beim Kochen oder auch zum Backen typische Zutaten sind. Auch süße Desserts kriegen eine außergewöhnliche Note mit den Flocken. Darüber hinaus wird das Fruchtfleisch der Nuss in dünne Scheiben geschnitten und getrocknet. Damit dienen sie als leckerer Snack zum alleinigen Genuss und finden sich auch in einer Menge von Nuss- und Fruchtmischungen wieder.

Fruchtfleisch als purer Genuss

Natürlich sind die Bestandteile der Kokosnuss nicht nur zur Weiterverarbeitung gedacht. Wasser und Fleisch sind auch ebenso pur ein Genuss und gesunder Snack. Dazu wird das Fleisch entweder mit einem Messer aus der Nuss geschnitten oder mit einem Löffel direkt aus ihr gegessen.

Wirkung von Kokosnüssen

Kokosnüsse geben jedem Gericht einen natürlich süßen und exotischen Geschmack. Dabei sind sie nicht nur lecker, sondern auch für die Gesundheit ein Gewinn. Sie stellen für den Körper einen schnellen Energielieferanten dar, sollen den Mineralstoffhaushalt füllen, das Gehirn unterstützen und für eine gute und gesunde Verdauung sorgen.

Kokosnüsse für gesunde Verdauung

Die Kokosnuss enthält eine große Menge an Ballaststoffen. Ballaststoffe unterstützen Verdauung und Stoffwechsel und beugen dabei vor allem Verstopfungen vor. Die Ballaststoffe werden langsamer verdaut und verbleiben somit lange im Magen. Das sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, das besonders bei Diäten von Vorteil sein kann. Die Stoffe senken außerdem den Blutzuckerspiegel und können damit helfen, Erkrankungen wie Diabetes Mellitus vorzubeugen.

Kokosnüsse für das Gehirn

Für die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns muss der Körper sogenannte Neurotransmitter produzieren. Diese sind im Gehirn dafür verantwortlich, Aktionspotenziale auszulösen und die Kommunikation zwischen den Nervenzellen zu ermöglichen. Kokosnüsse enthalten Kupfer, welches die Produktion dieser Transmitter anregt. Darüber hinaus werden die enthaltenen Fettsäuren in sogenannte Ketone verstoffwechselt. Diese erfüllen dieselbe Funktion im Gehirn wie Glukose und stellen dem Gehirn schnelle Energie zur Verfügung.

Die Vorteile der Fettsäuren aus der Kokosnuss werden bereits als mögliches Mittel gegen Alzheimer-Demenz gehandelt. Fakt ist jedoch, dass die Menschen, die in Gebieten leben, in denen die Kokosnuss und ihre Produkte einen Großteil der täglichen Nahrung ausmachen, deutlich weniger an Alzheimer-Demenz erkranken.

Schnelle Verfügbarkeit von Energie

Wer regelmäßig Kokosnüsse oder daraus gewonnene Produkte isst, liefert seinem Körper schnell verfügbare Energie. Viele Menschen greifen während eines Müdigkeitstiefs am Nachmittag zu Süßigkeiten und anderen zuckerhaltigen Lebensmitteln. Eine gesündere Alternative ist die Kokosnuss dazu in jedem Fall. 65% der in ihr enthaltenen Fettsäuren sind mittelkettige Fettsäuren.

Sie gelten als besonders leicht und schnell zu verdauen, sodass der Körper zur Energiegewinnung zuerst diese Säuren aufspaltet. Sie lassen sich leicht in Energie umwandeln und steigern die Thermogenese im Körper. Das bedeutet, dass sie den Energieverbrauch des Menschen erhöhen und dafür sorgen, dass der Körper mehr Kalorien verbrennt.

Stärkung des Immunsystems durch Laurinsäure

Einen großen Teil der mittelkettigen Fettsäuren in der Kokosnuss macht die Laurinsäure aus. Laurinsäure gilt als stärkendes Mittel für das Immunsystem. Es soll eine antimikrobielle Wirkung haben, das bedeutet, dass sie Mikroorganismen bekämpfen und Infektionen vorbeugen könnte. Viruszellen sind zum Beispiel von einer äußeren Membran umgeben. Diese besteht aus Fett und die Laurinsäure kann diese Membran auflösen und die Viruszelle damit öffnen.

Damit würden die Zellen ihre infektiöse Wirkung verlieren und absterben. Aus diesem Grund wird der Konsum von Laurinsäure, zum Beispiel im Kokosöl, auch stillenden Müttern empfohlen. Die Muttermilch enthält ebenfalls Laurinsäure, um die Immunabwehr des Säuglings zu unterstützen. Diese Zusammenhänge wurden aber bisher nicht vollends wissenschaftlich bestätigt.

Mineralhaushalt auffüllen mit Kokosnüssen

Besonders im Sommer, nach Saunagängen oder beim Sport schwitzen wir sehr. Dadurch scheidet der Körper über die Haut auch eine Menge wichtiger Mineralstoffe aus, die der Mensch mit seiner Nahrung unbedingt wieder zuführen muss. Besonders Kokoswasser ist für das Wiederauffüllen geeignet, denn es gilt als regelrechter Vitamin- und Mineralcocktail.

Es enthält unter anderem Kalium, Kalzium, Magnesium und Natrium sowie Vitamin C und Vitamin B6. Kokoswasser wird deswegen auch als natürliches isotonisches Getränk bezeichnet.

Interessante Videos zum Thema Kokosnuss

Die Kokosnuss ist eine interessante Frucht, die für viele Dinge verwendet werden kann. Das folgende Video zeigt, woher die Nüsse kommen und wie die Ernte stattfindet. Es beschäftigt sich außerdem mit dem Hype um die Kokosnussprodukte als Lebensmittelalternativen und geht den gesundheitlichen Vorzügen der Frucht auf den Grund.

Kurt Koch
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Letzte Aktualisierung am 30.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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